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Nun war es endlich soweit!!!!!!!!! Die Haare muessen irgendwie ab! Gluecklicherweise hatte ich ja noch eine nette hollaendische Mitbewohnerin, die sich dazu bereit erklaert hat meinen Friseur zu spielen. Das war doch mal wieder ein Highlight im Haus. Unsere russische Mitbewohnerin war auch ganz versessen darauf mir die Haare zu schneiden, jedoch hatte sie mehr die Vorstellung mir dort ein schoenes Muster zu schneiden, dann doch lieber die etwas sichere Variante mit unserer Hollaenderin.
1.5.06 08:08


Nun waren auch wir einmal dran eine Trainee-Party zu schmeissen. Platz haben wir ja eigentlich genug, aber es sollte ja auch nur eine kleine Party werden, im engsten Kreise halt. OK, aber wo kamen die nur alle her. Schließlich standen bestimmt 25-30 Leute in unsere Wohnung bzw. auf unserer Terrasse. Meine erste Skepsis war doch schnell vergangen und wir alle genossen den Abend in vollen Zuegen. Da lernte man Chinese, Spanier, Afrikaner, Marrokaner etc. kennen. Das ist wirklich eine Erfahrung, die ich ebenfalls nicht mehr missen moechte und seit diesem Tag hat man nun auch noch mehr Kontakt zu den ganzen Aiesecern in Delhi.

Zum Ende der Party hatten einige aus unserer Wohnung die Idee, einmal das India Gate bei Sonnenaufgang zu sehen, zwar habe diese es nicht ganz bis zum Sonnenaufgang bis dorthin geschafft, aber die Bilder waren schon beeindruckend.


(Naja, so ganz frisch sahen die da wohl nicht mehr aus, aber Hauptsache ist, dass wir alle viel Spass hatten!!!!)
1.5.06 08:13


Meine erste Geschaftsreise

Nun war es endlich auch mal fuer mich soweit. Ich duerfte mit meinem afrikanischem und indischem Kollegen mal zu den Minen nach Kota und Bundi.

So machten wir uns also am 03. Mai auf zum Bahnhof in Delhi, um von dort aus nach Kota zu fahren. Ich hatte ja schon einiges ueber die Bahnfahrten in Indien gehoert aber nun konnte ich das ganze mal hautnah erleben.

Francois (mein afrikanischer Kollege) und ich standen an diesem Tag gegen 22 Uhr am Bahnhof und warteten an dem eigentlich richtigen Bahnsteig auf unsere Bahn. Im Abteil sollten wir dann auf den indischen Kollegen treffen, der auch unsere Tickets (Sleeper-Class) hatte. Wir standen bereits 1 Stunde am Bahnsteig bis ich dann einen Anruf bekam, wo wir denn waeren, schließlich sollte der Zug in 5 Minuten abfahren. Ich machte Ihm dann klar, dass wir bereits dort sind und warten. Er fragte mich, ob ich denn nicht auf die Ansagen gehoert hatte, denn der Zug wuerde von Bahnsteig nebenan abfahren. Klar dachte ich mir dann nur, die Ansagen waren ja auch in einem ganz klar verstaendlichen Englisch und ich kann ja auch schon fliessend Hindi. Gluecklicherweise waren wir ja noch einigermassen puenktlich und konnten einsteigen.

Einmal im Zug nahmen wir dann Platz in unserem Abteil. Naja, Abteile waren das nicht direkt, da diese nicht wirklich von den anderen Bereichen getrennt waren. Wir waren jedenfalls schon eine kleine Attraktion und zogen gleich die Blicke auf uns. Aber einmal freundlich alle Mitreisenden begruesst war die Attraktion mehr oder weniger dahin.

Schließlich klappten wir die Liegen um und legten uns schlafen. Gluecklicherweise waren in diesem Bereich auch Ventilatoren an den Decken, wodurch die Temperaturen doch einigermassen ertraeglich waren (noch ca. 30 Grad). Zu den Liegen selber sollte man noch soviel sagen, man sollte hier generell nicht so empfindlich sein was die Hygiene angeht. Schlafen konnte man darauf ganz gut und so schlief ich auch bis ca. fuenf Uhr am naechsten morgen. Da musste ich mir schon den Wecker stellen, da keine Ansagen kommen sollten und wer verpennt hat halt selber schuld.

Von Kota aus fuhren wir zunaechst mit dem Bus nach Bundi. Dort versuchten wir ein gutes Hotel zu finden, in dem wir etwas relaxen und auch gutes essen bekommen konnten. Im dritten Anlauf hatten wir dann auch eines gefunden, dass war wirklich sehr gut (nicht nur fuer indische Verhaeltnisse).

Am Mittag ging es dann endlich los zu dem ersten Materiallager und zu der legaendaeren Bundi-Office. Schaut Euch einfach mal Bundi-Office an, das ist kein Scherz.

Dort blieben wir dann ca. 2 Stunden und uns wurde einmal gezeigt, wie die großen Bloecke gespaltet wurden. Es war wirklich unglaublich, da teilte ein Mann den Block in zwei absolut gleiche Haelften innerhalb von gerade einmal 10 Minuten.
Ganz interessant war zu sehen, dass auch schon die grossen Bloecke dort waren, welche ich gerade einmal ein paar Tage vorher bestellt hatte. Und wer glaubt, dass dort viele Maschinen zu sehen sind, der irrt gewaltig. Arbitskraft ist halt billiger als eine Maschine, so werden auch die bearbeiteten Steine (soweit noch moeglich) von Hand gefertigt.

Gegen kurz nach drei ging es dann wieder in Richtung Kota in unser eigentliches Hotel, in dem wir nun auch die Nacht verbringen sollten. Das war wirklich schon was anderes, mein erster Gedanke ging Richtung: Block B, Zelle 207 bitte oeffnen!!!!!!!
Am gleichen Abend fuhren wir noch zur Kota-Office und zu Mr. Kutti. Das Buero befindet sich im Haus von Mr. Kutti und ist mehr oder weniger gut eingerichtet, aber er hat wirklich soweit alles im Griff (wie es scheint). Davon mal abgesehen, ist dieser Mann sehr nett zu uns gewesen und hat sich richtig viel Zeit fuer alle unsere Fragen genommen. Darueber hinaus hat er gleich mal den ganzen Freitag fuer uns organisiert, was sich noch als sehr wertvoll herausstellen sollte.

An diesem Abend ging es in ein Restaurant um etwas zu essen. Als dann Mr. Black (Francois) und Mr. White (Ikke halt) den Raum betraten herrschte stille und wir wurden begutachtet. Jedoch nachdem ich dann das gesamte Auditorium mit „Nabend“ begruesst hatte, war die Sache auch gegessen.

Freitag ging es bereits am fruehen morgen los um die Lager und Processing-Units in Kota zu sehen. Dort werden bspw. Sandstein-Platten poliert und kalibriert, sandgestrahlt oder auch einzelne Platten sofort aus den grossen Bloecken geschnitten. Das war schon recht interessant, aber das war dann auch eine gute Erklaerung dafuer, warum der kleine Fluss vor dem Lager komplett weiss war. Die Abwaesser werden einfach direkt in den Fluss geleitet ohne Ruecksicht auf Verluste. Aber so ist es fast in ganz Indien glaube ich, die meisten Inder schmeissen einfach alles weg ohne wirklich darueber nachzudenken.

Gegen 10 Uhr waren wir wieder zurueck in Kota-Office und es ging los zu den Minen. Wir wurden noch gefragt, wollt Ihr lieber mit einem Auto und AC oder mit dem Motorrad. Natuerlich lieber mit dem Motorrad, da hatte ich aber nicht an die Hitze und meinen Hintern gedacht. Wir hatten gegen Mittag ca. 45 Grad und einigermassen viel Staub auf dem Weg. Daher sah ich dann auch so gefaehrlich aus. Mit Pali-Tuch um den Kopf, sowie Cappi und Sonnenbrille.

Es war wirlklich eine harte Tour, aber wir haben sehr viel gesehen. So auch die Mienen und Lager, in denen gerade der Truck folgendermasen von Hand beladen wurde.
Die Frauen konnten einem echt leid tun und da man bekam schon ein schlechtes Gewissen, wenn man mal daruber nachdenkt, dass man selber ja mehr oder weniger auch dafuer verantwortlich ist.

Nun Ja, auf dem Rueckweg kamen wir noch an einem „Cafe“ vorbei um einen Tee zu trinken, auch dort waren wir wieder die Attraktion fuer die Kinder. Aber da hat man sich dann doch schon langsam dran gewoehnt. Please, PICTURE, PICTURE zu jederzeit!!!!!!

Was hatte ich mich gefreut, endlich wieder zurueck in Kota zu sein und die Rueckreise antreten zu koennen. Gegen Mitternacht ging es dann zurueck nach Delhi und mal wieder im Schlafabteil.

Am Samstag war ich dann auch direkt wieder auf der Arbeit. Dort wurde ich dann von meinem Chef befragt, ob ich den auch alle Produkte meiner Kunden gesehen haette??? HHHEEEE, er hatte mich vorher nicht darauf hingewiesen. So antwortete ich Ihm, dass ich in dem Glauben war, dass diese Reise mir mal einen Eindruck von der ganzen Arbeit geben sollte und einen Ueberblick. FALSCH GEDACHT???????? Naja, dann wollte er mich am Dienstag gleich wieder dahin schicken. Aber ich konnte Ihn dann doch am Montag davon ueberzeugen, dass ich nun wirklich die Produktkenntnisse soweit besitze und auch einen guten Uebebrblick habe. Ich habe Ihm aber auch klar gemacht, dass ich keinenfalls fahren konnte, da ja meine Freundin am Mittwoch nach Indien kommt. Letztlich war das ganze Thema gestorben als ich Ihm einen neuen Auftrag praesentieren konnte, nachdem ich mit einem deutschen Kunden telefoniert hatte.
10.5.06 08:23


Es began mit Schatzi in Jaisalmer

Mit Schatzi in Indien!!!!!!!!!!

Da war Sie nun endlich, endlich bei mir in Delhi. Nach mehr als sechs Wochen Trennung war es schon wirklich unbeschreibbar schoen Sie endlich wieder zu sehen.

So fuhr ich also am 10.05.2006 mit einem Pre-Paid-Taxi zum Flughafen Delhi. Dort angekommen war ich doch zunaechst einmal etwas erstaunt darueber, dass ich die Parkgebuehren zahlen duerfte und ebenso musste ich Rs. 60 zahlen (1,10 Euro), damit ich bis zum Arrival-Terminal durchgelassen wurde. Fuer deutsche Verhaeltnisse sind Rs. 60 ein Witz, fuer indische Vehaeltnisse schon ein Betrag.
Gegen 22.35 war Sie nun endlich da und wir machten uns auf den Weg in die WG. Endlich dort angekommen traff auch Sie zunaechst einmal der Schlag (dabei sollte sich man die Bilder von meinen ersten Eintraegen in Erinnerung rufen). Tja, aber das sind hier aber soweit noch sehr gute Wohnverhaeltnisse.
Den naechsten Tag musste ich natuerlich noch arbeiten, jedoch hatte ich den Freitag frei und wir konnten unseren Trip durch den Westen Indiens (Rajasthan) antreten.

Am 12.Mai ging es gegen 06.30 pm los Richtung Jaisalmer. Genauer gesagt hatten wir zu diesem Zeitpunkt eine 21 stuendige Zugfahrt vor uns. Das ist kein Spass und kein Schreibfehler, es waren wirklich 21 Stunden. Gluecklicherweise hatte ich ein Schlafwaggon mit a/c gebucht, so dass wir zumindestens das Problem mit den hohen Temperaturen nicht mehr haben sollten. So dachte ich, jedoch als wir im Zug sassen war eines sofort klar, die A/C laeuft nicht. So schmolzen wir also zunaechst einmal fuer mehr als eine Stunde dahin, bis dann endlich mal die Klimaanlage anlief.

Nach einem ´reichhaltigen’ Abendessen haben wir uns dann auch schon schlafen gelegt. Das war eigentlich doch recht komfortabel, haette ich echt nicht gedacht.. Wir bekamen Bettlaken und Decken gereicht. Ebesno reichhaltig war dann auch unser Fruehstueck und gegen kurz nach 2 pm waren wir dann auch endlich in Jaisalmer, wo wir auch prombt von einem Auto unseres geplanten Hotels abgeholt wurden. Im Hotel angekommen wurde uns natuerlich zunaechst einmal das teuerste und beste Zimmer des Hotels angeboten und es waren ‚natuerlich’ auch kaum noch Zimmer frei. Schoen war es ja wirklich, mit a/c, TV, Balkon und Blick auf den Pool. JJJAAAAA, POOL!!!!!!, Wie cool ist das mitten im NIRGENDWO. Aber nach ein wenig verhandeln hatten wir das Zimmer dann fuer umgerechnet ca. € 14 oder so. Das war ja soweit in Ordnung, jedoch als ich Ihn dann auf die Camel-Safari und Fruehstueck fuer den naechsten Tag angesprochen habe, da bin ich ja aus den Latschen gekippt. ALSO, Fruestueck sollte fuer uns beide noch mal € 20 kosten und die Camel Safari zunaechst ca. € 120, dann nach erstem verhandeln noch ca. € 70 und schliesslich dann € 34 kosten. NEEEEE ISSSSS KKKLLLAAAARRRRR!!!!!!!!!!!!!!!!
Da buche ich doch bestimmt NICHT im Hotel. Das habe ich Ihm dann auch klar gemacht und ebenso die Tatsache, dass wir wohl dann auch nur eine Nacht in seinem Hotel bleiben.

Wir machten uns dann Nachmittags auf Richtung Jaisalmer Fort. Ganz ehrlich gesagt, so viel gab es dort eigentlich nicht zu sehen, bis auf das Fort selber mit seinem unglaublichen Blick auf die Stadt, Wueste/Steppe und die Havelis (Haeuser der frueheren Kaufleute, welche noch mit Kamelen die Waren von A nach B brachten und dafuer wohl gut bezahlt wurden). Von dort aus machten wir uns dann noch vor dem Abendessen auf den Weg zum Gandi Sagar. Dabei handelt es sich um einen kuenstlich angelegten See, der zu Zeiten angelegt wurde um als Wasserreservoir fuer das Fort zu dienen. Heute ist dies halt noch mehr oder weniger eine Touristenattraktion, welche jedoch ganz schoen gelgen ist und in dem sich kleine Tempel befinden. Schliesslich fanden wir (DANK unseres kleinem Helfers, dem Lonely Planet) auch eine echt gute Agentur fuer die Camel-Safari (und gerade mal fuer ca. € 10 pro Person).

Ich war ja schon recht skeptisch bzgl. der Safari, da wir die Tage zuvor bereits um die 44/45 Grad hatten und dann auch noch in die Wueste?????? Uns wurde jedoch versichert, das dies in der Wueste schon etwas anderes sein und so buchten wir doch scliesslich unseren Trip fuer den naechsten Tag.

Am 14. Mai ging es dann also gegen vier Uhr los. Wir wurden mit noch anderen jungen Leuten aus Kanada, Frankreich, Rumaenien, der Schweiz und Deutschland in einen Jeep geladen und fuhren fuer ca. 30 Minuten Richtung Wueste und unserer Kamele.
Dort angekommen wurden diese zunaechst einmal mit allem beladen und dann ging es auch schon los. Ein Kamel zu reiten ist wirklich nicht vergleichbar zu Pferden. Da gibt es eigentlich keinen richtigen Rhythmus und wenn die einmal anfangen zu laufen, da brauche ich ja wirklich nicht zu erzaehlen wo das ueberall schmerzen kann. Gut das die Guides die Kamele immer wieder mal zum laufen angeregt haben, VIELEN DANK!!!!!

Nach ca. 1,5 Stunden kamen wir schliesslich in ein kleines Dorf (geschaetzte 50 Einwohner) in der Wueste. Dort konnten wir ein wenig verschnauffen (wie auch unsere Kamele), bevor es schliesslich weiter ging Richtung unseres eigentlich geplanten Schlafplatzes in den Duenen.
Dort hatten wir dann auch unser Dinner am Lagerfeuer und unter den Sternen nachdem wir uns alle gemeinsam den Sonnenuntergang angesehen hatten. Schon sehr romantisch und aufregend zugleich wenn man dann einmal bedenkt, dass man unter freiem Himmel uebernachten wird. Das einzige kleine Problem hatte ich, als wir gemeinsam am Feuer sassen und unser Dinner zu uns nahmen. Wir hatten ja kaum Licht und so wusste man auch nicht immer genau, was man da eigentlich auf dem Teller hat oder in seinem Brot. Ich fragte einmal nach etwas Chilli und war der festen Ueberzeugung, dass ich dieses gut ueber mein Essen verteilt haette. Weit gefehlt, ich hatte das komplette Chilli auf einmal erwischt!!!!! Ich kann Euch sagen, HHHHOOOOOOOTTTTTTTTT!!!!!!!!!!! Naja, nach drei Scheiben unseres eigens gebackenen Brotes ging es dann auch schon wieder.

Als alle dachten wir bleiben an diesem Ort fuer die Nacht kam unsreren deutschen Mitreisenden die Idee: „ Lasst uns doch einen Moonlight-Ride mit den Kamelen machen!“
Och NEEEE, da hatten sich meine Leisten und alles andere gerade erholt, da ging es auch schon wieder los und auch noch zumeist recht schnell. AUTSCH!!!!!!!!!!!
Nach ca. 60 Minuten waren wir dann endlich an unserem eigentlichem Schlafplatz angekommen, ENDLICH!!!!!!!!!

Wir schliefen schliesslich auf mitgebrachten Kissen und Decken (nicht mehr die neuesten und hygienisch auch nicht gerade unbedenklich), aber nach einer gewissen Zeit in dem Land ist man halt abgehaertet. Wenn das meine MUM erfaehrt, dass glaubt Sie mir nie. Markus der kleine Pingel !!!!!!!!!!
Viel schlaf hatte ich in dieser Nacht nicht wirklich und gegen vier Uhr am morgen wurde es wirklich recht kuehl in der Wueste, so dass man sich schon einen Pulli ueberziehen sollte.

Nach einem kleinen Fruehstueck ging es dann auch schon wieder weiter Richtung Ausgangspunkt. Nach ca. 2 Stunden hatten wir diesen erreicht und ich war ehrlich sehr froh, dass ich nicht weiter auf diesen Tieren sitzen musste. Es soll Leute geben, die buchen solche Touren fuer zwei bis vier Tage. Das wuerde ich wohl nicht ueberleben !!!!

Zurueck in Jaisalmer sind wir dann in unser Hotel zurueck, um uns zu duschen und um auch noch eine Runde im Pool zu schwimmen. KLASSE!! Gegen 14.00 Uhr machten wir uns dann Richtung Bahnhof auf. Von dort aus ging es dann weiter Richtung Jodhpur. Dazu aber mehr in einem naechsten Eintrag.
1.6.06 08:47


JODHPUR

Nachdem wir noch einmal unseren Pool in Jaisalmer geniessen konnten (nach der kleinen Tortur auf den Kamelen), ging es bereits am Nachmittag gegen 14 Uhr mit dem naechsten Zug nach Jodhpur. Gluecklicherweise mal wieder mit a/c und im Schlafabteil.
Dieses teilten wir dann mit zwei weiteren Indern. Beide waren soweit ganz nett und einer von denen probierte gleich mal meinen MP3-Player aus und war von der deutschen Musik ganz begeistert. Insbesondere Xavier Naidoo hatte es ihm wohl angetan!!!!! Warum auch immer! Schliesslich kamen wir nach etwas schlaf gegen kurz nach zehn auch schon in Jodhpur an. Am Bahnhof hatten wir mal wider richtig Glueck, dass wir wieder eine Rikscha gefunden hatten die uns sofort zu unserem geplanten Hotel fahren konnte. Auch dort fanden wir mal wieder ein sehr schoenes Zimmer vor. Huebsch eingerichtet und mit einem kleinen Blick auf das Fort von Jodhpur.

Am naechsten morgen ging es dann nach einem richtig guten Fruehstueck (auf dem Boden sitzend an Mini-Tischen mit Chai und plain lemon soda) dann auch los Richtung Umaid Gardens & Sadar Govermant Museum. In diesem Park gibt es einen Zoo und halt das angesprochene Mueseum. In den Zoo bei ueber 40 Grad, dass musste ja nicht sein. Dann doch lieber ins Mueseum. Da in diesem jedoch kein Strom vorhanden war und somit auch keinerlei Kuehlung, hielten wir es dort nicht ganz so lange aus. Dass heist viel mehr, im Galopp durch die Ausstellungsraeume. Ausserdem wurden in dem benannten Museum auch mal wieder nur Waffen, Bilder, Kleider und Gefaesse aus laengst vergangener Zeit ausgestellt (also nicht anders als in anderen Museen) und so ging es weiter zum naechsten Tagesziel, dem Umaid Bhawan Palace und Museum.
Dieses wunderschoene Gebaeude stammt aus 1929 und erscheint in pink und weißen Sandstein. Es wurde von 3000 Arbeitern in ueber 15 Jahren Bauzeit fertig gestellt. Es ist bis heute auch der Wohnsitz des Sohns des ehemaligen Praesidenten Maharaja Umaid Singh.
Bis auf aufwendige Wandmalereien und antikes Interioer gab es dort eigentlich nicht sehr viel mehr zu sehen. So ging es zunaechst weiter zum Markt von Jodhpur und dem beruehmten Clock-Tower. Naja, da stand halt eine Turmuhr!!! OK!!! Interessanter war da schon der Markt um den Tower herum. Man wurde gleich von den verschiedensten Geruechen erfasst. (egal ob nun positiv oder doch eher negativ!). Nach einem kleinen Rundgang und einigem Handeln ging es auch schon weiter im Programm (wir haben doch keine Zeit.
So machten wir uns dann auch schon wieder auf zum Fort von Jodhpur, dem Meherangarh. WAS FUER EIN FORT. So etwas hatte ich bisher noch nicht gesehen. Auf einem Huegel gelegen mit einer 4,5 km langen Burgmauer und umgeben von so vielen kleinen, in indigo bemalten Haeusern. Einfach wunderschoen anzusehen. Die Farbe indigo wurde bereits vor langer Zeit von den Einwohnern gewaehlt, da dies wohl mehr oder weniger gegen die Muecken und die Hitze helfen soll. Naja, einen echten Unterschied konnten wir in der kuerze der Zeit nicht wirklich feststellen.
Im Fort selber wurde eine Audio-Tour angeboten, was uns das ganze natuerlich etwas leichter machte zu verstehen und vielleicht ist dies auch ein Grund dafuer, dass ich das Fort einfach so klasse fand. Im Fort selber gab es so viel zu sehen, dass ich das hier gar nicht alles auffuehren kann. Nur soviel, die Raeume waren echt in einen guten Zustand erhalten und man konnte die aufwendig verzierten Boeden, Waende und Decken bewundern. Diese waren mit leuchtenden Steinen, Silber und Gold versetzt und zum groessten Teil befanden sich auch noch entsprechende Moebel darin. Auch die Verarbeitung des verwendeten Steins an den Waenden war schon erstaunlich, da wurden kleine Figuren einfach aus dem Stein heraus gearbeitet.
Dies alles vermittelte einen richtig guten Eindruck davon, wie der Maharaja dort frueher gelebt haben muss. Und der Ausblick von dort auf Jodhpur, einfach einzigartig!!!!!!!!

Zum Abend hin ging es dann noch in ein Restaurant ein wenig ausserhalb von Jodhpurs City. Naja, der Weg dort hin war ja nicht so das Problem aber wenn man dann gegen zehn wieder zurueck moechte, dann ist man auf Gedeih und Verderb den Rikscha-Fahrern ausgeliefert. So fanden wir die erste halbe Stunde weder eine entsprechend preisgünstige Rikscha noch den richtigen Weg zum Hotel. So waren wir dann gegen elf zu Hause und es ging bereits am naechsten morgen weiter Richtung Udaipur. Jedoch nicht mit dem Zug. Jetzt ging es mal auf richtig indische Weise weiter mit dem Linienbus.
13.6.06 08:11


UDAIPUR

Yes, was fuer eine Reise. Meine Freundin kann davon ein Liedchen singen (ohne auf weitere Details eingehen zu wollen). Nicht gerade komfortabel und mit allerlei verschiedenen Geruechen um einen herum. Als es dann mit dem Bus in die Berge ging, da konnte einem schon etwas anders werden, wenn man auf der einen Seite 50-100 Meter hinunter sehen konnte und auf der anderen Seite nah an den Felsen entlang fuhr. Abgesehen von der Tatsache, das sich der Bus wirklich den Berg hinauf kaempfte und die uns entegegen kommenden Fahrzeuge einen Fahrstil wie bei der Rally Paris-Dakar an den Tag legten. Aber es geht halt zumeist immer gut (Et haet noch imme jot jejange). Warum auch immer!!!!!!
Gegen kurz nach zwei Uhr mittags waren wir dann endlich in Udaipur. Umgehend ging es dann zunaechst mal in Richtung unseres Hotels (Udai Niwas Hotel). Was fuer ein Hotelzimmer. Das war wohl das beste Zimmer, das wir auf der gesamten Reise haben sollten. Mit Fernseher (wichtig fuer das CL Finale), a/c, riesigen Spiegeln ( und einem sehr ordentlichen Badezimmer. Und ausnahmsweise hatte ich bei dem Hotelbesitzer auch mal nicht das Gefuehl, das er mich ueber den Tisch ziehen wollte. Ich war wirklich sehr positiv ueberrascht.

Nach einem kleinen Aufenthalt ging es auch gleich auf Erkundung. Zunaechst einmal direkt hinunter zum See, dem Lake Pichola. Eigentlich ganz schoen gelegen, mit dem Lake Palace Hotel der Jagmandir Insel und den weiteren kleinen Tempeln mitten im See.
Es war ganz interessant zu sehen, wie die Kinder auf der einen Seite im Wasser schwimmen und spielen, die Hausfrauen ihre Waesche waschen und einige andere Leute einfach ihren Dreck in den See schmeißen. So duerfte man an einigen Ecken im See wirklich nicht genauer hinsehen!!!! So ist das hier nun mal in Indien.
Nach diesem ersten Eindruck ging es dann etwas durch die Strassen von Udaipur in denen wir auf einen jungen Inder traffen. Dieser erzaehlte uns von seiner Kunstschule und lud uns dorthin ein. Bis dahin hatte ich echt den Eindruck, der Junge ist echt nett und moechte uns wirklich nur die Schule zeigen. So wurden wir nach unserem Abendessen mit einem Jeep abgeholt und in die Kunstschule des City Palace gefahren. Dort wurden wir genauestens darueber informiert, wie diese alten Gemäuer in Schuss gehalten, die Bilder nachbearbeitet und erneuert werden und wie die alte Kunst an andere Generationen weiter gegeben wird. Das war ja ganz interessant zu sehen, bis man dann mal wieder an dem Punkt angekommen war, an dem es ans verkaufen ging. Wie sollte es auch anders sein!! Naja, einmal raus aus dem Palace war das versprochene Auto, welches uns dann wieder in unser Hotel fahren sollte, natuerlich nicht da. Dafuer wurden wir dann von dem Jungen noch in zwei weitere Laeden geschlaept. Schliesslich konnte ich Ihm dann doch klar machen, dass wir nach Hause wollten. So ging es also nur noch schnell in den naechsten Laden um etwas zu trinken zu kaufen, dachte ich. Schwupps waren wir auch schon wieder in einer Kunstschule mit verkauf. Doch nun genug, bitte nur noch etwas Wasser und nach Hause!!!!! Da kam der Oberhammer von diesem kleinen Inder. Er fragte mich (Fragen ist der falsche Ausdruck, wohl eher fordern), ob ich Ihm nicht Rs. 20 oder Rs. 30 fuer diesen interesannten Einblick in Udaipur geben koennte. Da fiel mir echt alles aus dem Gesicht und auch meiner Freundin. Ich war so sauer, da man einfach mal wieder von diesen Leuten so enttaeuscht wurde. Zu Beginn wird einem noch erzaehlt „Ich will euch nur meine Schule zeigen, da ich da so stolz drauf bin, ich euch echt mag und natuerlich nehme ich dafuer kein Geld“!! Da vertraut man denen und es wird einfach nur versucht die ´reichen´ Europaer auszunehmen. Er bot uns auch eine Fuehrung durch das City Palace Mueseum an, was wir dann dankend ablehnten. Dabei muss man bedenken, dass viele solche jungen Leute von den Geschaeften eine Provision erhalte, sobald diese es schaffen zahlungskraeftige Europaer in den Laden zu bringen. Traurig, aber wahr!!!!

Am naechsten morgen ging es dann zunaechst einmal in die German Bakery zum Fruehstueck. Genauer gesagt hiess das Ding ‚Cafe Edelweiss’, jedoch gab es dort nicht so ganz die versprochene deutsche Kueche. Aber wer will auch schon deutsche Kueche in Indien. Gestaerkt ging es zu dem besagten City Palace Museum, schoen gelegen direkt am Ufer des Lake Pichola. Der Eintritt zum Hotel und auch der zum Museum ist eigentlich nicht ganz ohne, aber wo wir einmal da waren. Im Mueseum selber gab es eigentlich nicht mehr so viel Neues zu sehen. Jedoch waren die Raeume noch in einem sehr guten Zustand und sehr schoen anzusehen. Fein verarbeitet mit Spiegeln und Steinarbeiten sowie feinsten Stoffen. Interessant dabei war vor allem , dass man durch ganz kleine, schmale Gaenge gehen musste um in die naechsten Bereiche zu kommen. Natuerilch war auch hier der Ausblick einmal mehr phaenomenal! Endlich raus aus dem Museum wurden wir dann auch wieder nach einem Foto mit uns gefragt. Das kommt hier in India oefter vor, da sollte man sich nicht wundern. Jedoch sollte man dabei vorsichtig sein. Wenn da eine Familie auf einen zukommt, da ist das natuerlich kein Problem. Aber bei einer Gruppe Jugendlicher waere ich vorsichtig. Die machen sich doch des oefteren einen Spass daraus und lachen einen im nachhinein aus (nicht gerade sehr freundlich). Naja, weiter im Text!!!!
Das naechste Ziel war der Jagdish Tempel. Die Verarbeitung des Tempels war schon sehr imposant zu sehen, ebenso wie die in den Stein geschlagenen Figuren. Sonst jedoch eher weniger und wir entschieden uns bei den Temperaturen einen Boottrip auf dem See zu machen. Ich wuerde mal sagen, ein Paradies fuer jeden Angler bei der Anzahl grosser Fische!

Abends ging es dann zu unseren letzten Abendessen unseres Wochentrips. Dafuer suchten wir uns ein wunderschoenes Restaurant aus, welches direkt am See gelegen war und eine gute Kueche aufweisen konnte (die beste French Onien Soup Indiens moeglicherweise, oder einfach nur Knorr??). Unseren letzten Drink nahmen wir dann auf der Dachterasse unseres Hotels zu uns (was fuer ein Ausblick ueber die Stadt), bevor wir dann voellig erschoepft ins Bett fielen.

Am naechsten morgen ging es auch gleich los Richtung Flughafen von Udaipur. Ich hatte mich fuer den Flieger entschieden um eine weitere 15-20 stuendige Zugfahrt zu vermeiden und das war wohl bei den Temperaturen eine meiner besten Entscheidungen dieses Tripps.
13.6.06 08:34


AGRA (Taj Mahal)

Nachdem uns unser ‚gebuchter Taxifahrer’ am Samstag bereits einmal versetzt hatte, ging es am Sonntag dann doch noch los Richtung Agra und dem Taj Mahal. Wenn man schon einmal in Indien ist, dann sollte das doch keinenfalls fehlen.
So fuhren wir gegen 06 Uhr morgens los und brauchten ca. 3,5 Stunden nach Agra.
Einmal auf dem Parkplatz angekommen wurden wir auch schon von einem Guide angespeochen, ob wir nicht seine Dienste fuer eine Fuehrung in Anspruch nehmen wollten. Klar dachte ich mir, warum denn nicht. Zunaechst wollte er von mir wissen, ob ich denn nicht eines von den Elektro-Taxen oder ein Kutschfahrt bis zum Taj Mahal nehmen moechte.
Dazu muss man wissen, dass es Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor nicht mehr gestattet ist, bis auf einen Kilometer nah an das Taj Mahal zu kommen, da dies wohl der Substanz des Gebaeudes Schaden zufuegt. (Wie auch immer.) Ich wollte dann zunaechst einmal dem Guide klar machen, das ich gerne den Kilometer laufen wuerde, da wir bereits fuer ein paar Stunden auf unserem besten Stueck gesessen hatten. Er war doch sehr erstaunt und wohl auch nicht in der Stimmung diesen Kilometer zu laufen. So fuehrte er uns von dem Parkplatz herunter und welch ein Zufall, es gab doch tatsaechlich einen kostenlosen Shuttle-Service zum Taj Mahal.
Naja, warum sollte man auch nicht zunaechst mal versuchen etwas Geld aus dem Europaer zu bekommen (das soll echt nicht arrogant oder sonst wie klingen, aber das passiert hier nicht gerade selten). Im Shuttle selber ging es aber auch nicht gleich los. „ Wir warten noch auf weitere Passagiere. Aber Du kannst dem Faherer ja so Rs. 20 geben, dann faehrt der bestimmt gleich los.“ So die Aussage unseres Guides. Natuerlich habe ich nichts bezahlt, ich hatte ja Zeit. Und so ging es dann auch schon nach nur 10 Minute Wartezeit los. Ich haette ihm etwas geben koennen und es ist ja auch nie viel (im Vergleich zu europ. Verhaeltnissen), aber es geht mir einfach ums Prinzip, sorry!!! (Warum soll ich immer mehr bezahlen als alle anderen?? Naja, bei manchen Dingen gebe ich ja gerne freiwillig etwas mehr, aber nicht so!!)

Der Eintritt fuer Auslaender ins Taj Mahal betraegt uebrigens Rs. 750 und fuer Registrierte oder Inder lediglich Rs. 30. Da sieht man es mal wieder. Naja, was soll man sich darueber noch aufregen. Entweder man kommt damit klar oder nicht!!!!!!

Das Taj Mahal mit seinen Gaerten und Gebaeuden ist doch sehr schoen und imposant. Jedoch hatte ich das Gebaeude selber etwas groesser erwartet. Aber dieses aus Marmor erbaute Mughal Mausoleum ist trotzdem einen Besuch wert. Zu bestimmten Zeiten erscheint das Gebaeude wohl in leicht veraenderten Farben und wenn man eine Taschenlampe dabei hat, dann kann man sehehn wie die eingearbeiteten Steine in den Waenden leuchten.
Zum Taj Mahal koennte ich jetzt einen Roman schreiben, aber das wuerde die Kapazitaet dieser Seite wohl spraengen . Jedenfalls ist es ein Gebaude, welches der Shah Jahan fuer seine verstorbene Frau erbaute, die bei der Geburt ihres 16´ten Kindes verstarb. In mitten des Gebaeudes stehen zwei 'Marmorsaerge' (des angesprochenen Paares), wobei es sich jedoch um Nachahmungen von jenen Saergen handelt, welche in der eigentlichen Grabkammer unter der Halle des Taj Mahal stehen. Dies wurde aus reiner Vorsicht gemacht, da die Inder wohl alle den Sarg sehen und beruehren wollten. So verweist nur noch ein mit Gittern abgesperter Abgang auf die eigentliche Grabkammer. Dort hinein schmeissen die Leute bis heute Geld und Blumen.
Das Gebaeude selber steht fuer die Inder mehr oder weniger auch als ein Zeichen der wahren Liebe, oder so. So zumindest die Aussage unseres Guides. Am besten sollte man wohl das Taj Mahal bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang besuchen, aber das haben wir leider nicht geschafft.

Nach diesem Besuch ging es dann noch zum Baby-Taj. Dabei handelt es sich um eine Nachbildung des Taj Mahal, welches ebenfalls als Grabstätte eines namhaften Herrschers dient. Jedoch ist dieses bei weitem nicht so imposant wie das Original, wie auch!!!!

Zuletzt besuchten wir noch das Akbar Mausoleum. Bis auf Gazellen und einige Affen (ja genau, die vom Affenberg im Koelner Zoo) gab es sonst nichts neues mehr zu sehen und es ging schliesslich zurueck in Richtung Delhi.
13.6.06 13:58


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