* Themen
Reisen durch Indien
Leben in Indien
Party in Indien
Der erste Eindruck
Wohnen in Indien
Arbeiten in Indien
* Links
Uemit in Jaipur
Einkaufen in Indien
Mein Zimmerkollege und sein klasse weblog!!
|
Arbeiten in Indien
|
Tja, am 07.04.2006 hate ich nun meinen ersten Arbeitstag. endlich konnte ich auch meine indischen Kollegen mal kennen lernen. Fast alle sind hier wirklich einfach nur nett, ich weiss halt nur noch nicht, was ich von meinem Chef halten soll. Er ist doch sehr distanziert und versucht einen doch schon mal als kleinen, dummen Jungen darzustellen. Naja, aber sonst komme ich bisher doch gut mit IHm aus.
Meine Aufgabe hier besteht darin, die deutschen und ein paar italienische Kunden zu betreuen. DAbei geht es adrum, MArmor, Sandstein, Kalkstein, Granit und Schiefer in die anderen Laender zu exportieren. Der ganze Ablauf sah am Anfang doch etwas komjpliziert aus, vor allem wegen der Informationsflut, aber nun ist mir doch einiges klar geworden und es scheint alles doch gar nicht so schwer zu sein. Ich bin hier bisher noch mit dem Schreiben von Kostenvoranschlaegen und Rechnungen beschaeftigt, langsam geht es auch schon darum die Steine in den Minen in Kota und Gwalier zu bestellen, welche dann zu dem Hafen in Mundra transportiert werden. Ist also eigentlich doch ganz interessant.
Ich arbeite hier mit drei anderen aus dem gleichem Austauschprogramm. Einer kommt aus Afrika, die anderen beiden sind aus Belgien und Holland. Gluecklicherweise sind die auch hier, das macht es doch um einiges leichter Fragen zu stellen.
An dem meisten NAchmittagen kommt noch ein junger Inder zu uns, der ist echt sehr nett und weis ueber alles bescheid. Den kann man wirklich alles Fragen, leider spricht er sehr schnell und erklaert diese ebenso, dass es manchmal schwierig ist ihm zu folgen. Naja, da fragt man dann dreimal nach, egal!!!!!!!!!!!
Naechste Woche bin ich schon auf meinem ersten Meeting mit einem potentiellen Kunden aus England. Wir haben ein Treffen in einem sehr guten Hotel in der Stadt. Bin einfach mal gespannt, was da auf mich so zu kommt.
Ansonsten kann ich Euch leider derzeit nur ein kleines Bild von meinem Arbeitstag zeigen, dass stell ich noch drauf!!!!!
Bis denne!!!!!!!!!!!!!
|
|
|
Die folgende Woche war sehr viel zu lernen und auch viel zu tun auf der Arbeit. Ich konnte nun aber auch endlich mal hinter viele Sachen steigen und auch mal einige Sachen selber machen. Es wird aber wohl wirklich mindestens einen Monat dauern, bis man mal so mehr oder weniger einen Ueberblick ueber die ganze Thematik bekommt. Bis jetzt habe ich drei Kunden in Deutschland und zwei in Italien, fuer die ich alleine verantwortlich bin. Ich schreibe also Angebote, Pro-Forma-Rechnungen, Bestellungen an die Mienen und soll mehr oder weniger den Transport der Waren in die Laender ueberwachen. Bin aber wirklich froh, diesen Traineeship gewaehlt zu haben. Man bekommt mal einen Einblick in alle Bereiche und lernt, wie so der ganze Export funktioniert.
Meine Kollgene sind, wie bereits erwaeht, wirklich sehr nett und man kann sich auch soweit auf diese verlassen. Unsere indischen Kollegen haben wohl nur ein etwas anderes Zeitgefuehl. Da kann es schon einmal vorkommen, das man etwas laenger auf manche Sachen warten muss. Man fragt halt dann auch dreimal nach, ob die Sache erledigt ist. Hat man aber eine Frage und kommt selber nicht weiter, so sind diese doch sehr bemueht.
Besonders herauszuheben ist da unser Chef. Er ist ca. 26 Jahre alt und hat wirklich einiges auf Kasten. HUT AB!!!! Jedoch weiss man wirklich manchmal nicht, wo man bei Ihm dran ist. Da hat man seine Aufgabe erledigt und legt ihm diese vor, dann werden zunaechst mal Basisdinge eines Auftrages geaendert, welche man vorher aus den eigenen Vorgaben genommen hat. Und zum guten Schluss kommt dann die Aussage, mach doch bitte nicht so viele Fehler!!! HHHHEEEEEE??? Da musste ich Ihm dann schon einmal unangenehm auf die Fuesse treten und mal nachfragen, WELCHE FEHLER???? Naja, eine Antwort darauf habe ich nie bekommen. Vielleicht wollte er mich auch nur ein wenig aus der Reserve locken, WHO KNOWS!!!!!!! Sehr lustig ist es auch, wenn man Aufgaben bekommt, die man vorher noch NIE gesehen oder gemacht hat. WARUM DAUERT DAS UNR SO LANGE?? Habe aber wenig Angst Ihm darauf ehrlich zu antworten. Und ich glaube das war in dieser Woche das richtige Rezept. Habe nun wohl einen besseren Draht zu Ihm und er hat mir sogar ein Angebot gemacht.
ACHTUNG!!!!!!!!!!!!!! Wenn ich es schaffe, bis Ende Juli neue Kunden in Deutschland zu finden, so bin ich wohl im Juli fuer eine Woche auf Geschaftsreise in Deutschland, Holland, Belgien und Frankreich. Dies haengt aber davon ab, wie viele neue Kunden mein neuer Kollege aus Afrika in Frankreich und Belgien findet. Naja, waere halt schon schoen!!!!!
Mein hollaendischer und belgischer Kollege sind bereits mal zu den Minen nach Kota gefahren, um mal einen Einblick in die Dinge vor Ort zu bekommen. Ich habe nun auch das Angebot bekommen und werde voraussichtlich am 03. Mai zu den Mienen aufbrechen. Das wird meine erste Fahrt im indischen Zug, nachdem man soviel davon gehoert hat, dann muss man das auch mal selbst erleben.
|
|
|
Meine erste Geschaftsreise
Nun war es endlich auch mal fuer mich soweit. Ich duerfte mit meinem afrikanischem und indischem Kollegen mal zu den Minen nach Kota und Bundi.
So machten wir uns also am 03. Mai auf zum Bahnhof in Delhi, um von dort aus nach Kota zu fahren. Ich hatte ja schon einiges ueber die Bahnfahrten in Indien gehoert aber nun konnte ich das ganze mal hautnah erleben.
Francois (mein afrikanischer Kollege) und ich standen an diesem Tag gegen 22 Uhr am Bahnhof und warteten an dem eigentlich richtigen Bahnsteig auf unsere Bahn. Im Abteil sollten wir dann auf den indischen Kollegen treffen, der auch unsere Tickets (Sleeper-Class) hatte. Wir standen bereits 1 Stunde am Bahnsteig bis ich dann einen Anruf bekam, wo wir denn waeren, schließlich sollte der Zug in 5 Minuten abfahren. Ich machte Ihm dann klar, dass wir bereits dort sind und warten. Er fragte mich, ob ich denn nicht auf die Ansagen gehoert hatte, denn der Zug wuerde von Bahnsteig nebenan abfahren. Klar dachte ich mir dann nur, die Ansagen waren ja auch in einem ganz klar verstaendlichen Englisch und ich kann ja auch schon fliessend Hindi. Gluecklicherweise waren wir ja noch einigermassen puenktlich und konnten einsteigen.
Einmal im Zug nahmen wir dann Platz in unserem Abteil. Naja, Abteile waren das nicht direkt, da diese nicht wirklich von den anderen Bereichen getrennt waren. Wir waren jedenfalls schon eine kleine Attraktion und zogen gleich die Blicke auf uns. Aber einmal freundlich alle Mitreisenden begruesst war die Attraktion mehr oder weniger dahin.
Schließlich klappten wir die Liegen um und legten uns schlafen. Gluecklicherweise waren in diesem Bereich auch Ventilatoren an den Decken, wodurch die Temperaturen doch einigermassen ertraeglich waren (noch ca. 30 Grad). Zu den Liegen selber sollte man noch soviel sagen, man sollte hier generell nicht so empfindlich sein was die Hygiene angeht. Schlafen konnte man darauf ganz gut und so schlief ich auch bis ca. fuenf Uhr am naechsten morgen. Da musste ich mir schon den Wecker stellen, da keine Ansagen kommen sollten und wer verpennt hat halt selber schuld.
Von Kota aus fuhren wir zunaechst mit dem Bus nach Bundi. Dort versuchten wir ein gutes Hotel zu finden, in dem wir etwas relaxen und auch gutes essen bekommen konnten. Im dritten Anlauf hatten wir dann auch eines gefunden, dass war wirklich sehr gut (nicht nur fuer indische Verhaeltnisse).
Am Mittag ging es dann endlich los zu dem ersten Materiallager und zu der legaendaeren Bundi-Office. Schaut Euch einfach mal Bundi-Office an, das ist kein Scherz.
Dort blieben wir dann ca. 2 Stunden und uns wurde einmal gezeigt, wie die großen Bloecke gespaltet wurden. Es war wirklich unglaublich, da teilte ein Mann den Block in zwei absolut gleiche Haelften innerhalb von gerade einmal 10 Minuten. Ganz interessant war zu sehen, dass auch schon die grossen Bloecke dort waren, welche ich gerade einmal ein paar Tage vorher bestellt hatte. Und wer glaubt, dass dort viele Maschinen zu sehen sind, der irrt gewaltig. Arbitskraft ist halt billiger als eine Maschine, so werden auch die bearbeiteten Steine (soweit noch moeglich) von Hand gefertigt. 
Gegen kurz nach drei ging es dann wieder in Richtung Kota in unser eigentliches Hotel, in dem wir nun auch die Nacht verbringen sollten. Das war wirklich schon was anderes, mein erster Gedanke ging Richtung: Block B, Zelle 207 bitte oeffnen!!!!!!! Am gleichen Abend fuhren wir noch zur Kota-Office und zu Mr. Kutti. Das Buero befindet sich im Haus von Mr. Kutti und ist mehr oder weniger gut eingerichtet, aber er hat wirklich soweit alles im Griff (wie es scheint). Davon mal abgesehen, ist dieser Mann sehr nett zu uns gewesen und hat sich richtig viel Zeit fuer alle unsere Fragen genommen. Darueber hinaus hat er gleich mal den ganzen Freitag fuer uns organisiert, was sich noch als sehr wertvoll herausstellen sollte.
An diesem Abend ging es in ein Restaurant um etwas zu essen. Als dann Mr. Black (Francois) und Mr. White (Ikke halt) den Raum betraten herrschte stille und wir wurden begutachtet. Jedoch nachdem ich dann das gesamte Auditorium mit „Nabend“ begruesst hatte, war die Sache auch gegessen.
Freitag ging es bereits am fruehen morgen los um die Lager und Processing-Units in Kota zu sehen. Dort werden bspw. Sandstein-Platten poliert und kalibriert, sandgestrahlt oder auch einzelne Platten sofort aus den grossen Bloecken geschnitten. Das war schon recht interessant, aber das war dann auch eine gute Erklaerung dafuer, warum der kleine Fluss vor dem Lager komplett weiss war. Die Abwaesser werden einfach direkt in den Fluss geleitet ohne Ruecksicht auf Verluste. Aber so ist es fast in ganz Indien glaube ich, die meisten Inder schmeissen einfach alles weg ohne wirklich darueber nachzudenken.
Gegen 10 Uhr waren wir wieder zurueck in Kota-Office und es ging los zu den Minen. Wir wurden noch gefragt, wollt Ihr lieber mit einem Auto und AC oder mit dem Motorrad. Natuerlich lieber mit dem Motorrad, da hatte ich aber nicht an die Hitze und meinen Hintern gedacht. Wir hatten gegen Mittag ca. 45 Grad und einigermassen viel Staub auf dem Weg. Daher sah ich dann auch so gefaehrlich aus. Mit Pali-Tuch um den Kopf, sowie Cappi und Sonnenbrille.
Es war wirlklich eine harte Tour, aber wir haben sehr viel gesehen. So auch die Mienen und Lager, in denen gerade der Truck folgendermasen von Hand beladen wurde.
Die Frauen konnten einem echt leid tun und da man bekam schon ein schlechtes Gewissen, wenn man mal daruber nachdenkt, dass man selber ja mehr oder weniger auch dafuer verantwortlich ist.
Nun Ja, auf dem Rueckweg kamen wir noch an einem „Cafe“ vorbei um einen Tee zu trinken, auch dort waren wir wieder die Attraktion fuer die Kinder. Aber da hat man sich dann doch schon langsam dran gewoehnt. Please, PICTURE, PICTURE zu jederzeit!!!!!!
Was hatte ich mich gefreut, endlich wieder zurueck in Kota zu sein und die Rueckreise antreten zu koennen. Gegen Mitternacht ging es dann zurueck nach Delhi und mal wieder im Schlafabteil.
Am Samstag war ich dann auch direkt wieder auf der Arbeit. Dort wurde ich dann von meinem Chef befragt, ob ich den auch alle Produkte meiner Kunden gesehen haette??? HHHEEEE, er hatte mich vorher nicht darauf hingewiesen. So antwortete ich Ihm, dass ich in dem Glauben war, dass diese Reise mir mal einen Eindruck von der ganzen Arbeit geben sollte und einen Ueberblick. FALSCH GEDACHT???????? Naja, dann wollte er mich am Dienstag gleich wieder dahin schicken. Aber ich konnte Ihn dann doch am Montag davon ueberzeugen, dass ich nun wirklich die Produktkenntnisse soweit besitze und auch einen guten Uebebrblick habe. Ich habe Ihm aber auch klar gemacht, dass ich keinenfalls fahren konnte, da ja meine Freundin am Mittwoch nach Indien kommt. Letztlich war das ganze Thema gestorben als ich Ihm einen neuen Auftrag praesentieren konnte, nachdem ich mit einem deutschen Kunden telefoniert hatte.
|
|
|
|